Erfolgsgeschichte Thomas Riess

Vom kritischen Blick zur neuen beruflichen Heimat – ein Erfahrungsbericht

Der Weg von einem unerwarteten Jobverlust hin zu einer neuen, verantwortungsvollen Aufgabe war für den heute 63-jährigen Thomas Riess nicht immer leicht – aber dafür umso lehrreicher. „Ich möchte ehrlich sein: Team Styria ist mir zuerst gar nicht aufgefallen“, erzählt er rückblickend. Erst im Zuge einer Podiumsdiskussion beim Senior Experts Day 2024, bei der er kritische Anmerkungen zur Auswahl der teilnehmenden Unternehmen machte, kam es zum entscheidenden Kontakt. Herr Schröck von Team Styria wurde aufmerksam – und so entstand das erste Gespräch. Einige Monate später kam es dann zur erfolgreichen Anstellung.

Seit Mai ist der Herr Riess nun in leitender Vertriebsfunktion bei Team Styria tätig. Auch wenn er offiziell nicht als Vertriebsleiter bezeichnet wird, sagt er selbst: „Ich bin die zentrale Stelle, die nur Vertrieb macht – für alle Niederlassungen.“ Damit übernimmt er eine Rolle, die zuvor auf mehrere Schultern verteilt war – und bringt seine langjährige Erfahrung gezielt ein.

Doch der Weg dorthin war geprägt von Herausforderungen: „Ganz klar – das Alter war eine große Hürde.“ Als erfahrener Techniker verlor er seinen Job im Zuge eines Projektabbruchs in der Automobilindustrie. „Das war ein gut laufendes Projekt, aber viele Bereiche sind einfach weggebrochen. Die Bauindustrie ist tot, die Autoindustrie auch. Und wenn man dann 63 ist… wird’s hart.“ Die monatelange Jobsuche erlebte er als ernüchternd: „Immer dieselben Anzeigen, oft nur Scheinanzeigen. Ich wollte eine leitende Ingenieurstätigkeit, aber das Angebot war dünn.“

Was ihn dennoch ausgezeichnet hat und was Herr Schröck wohl erkannte: eine starke Haltung. „Mir ist nichts zu blöd, um das Ziel zu erreichen“, sagt er mit Überzeugung. Neben seiner Flexibilität bringt er auch langjährige Erfahrung mit – und das wirkt. „Ich habe gemerkt, dass man mit dem Alter eine andere Wirkung auf Menschen hat. Da ist ein Grundrespekt da. Gott sei Dank.“

Bei Team Styria ist er in seiner Rolle konkurrenzlos positioniert. „Ich arbeite so, wie ich will. Keiner schreibt mir was vor“, sagt er über die Arbeitsweise. Einzig ein internes System erfordert noch eine gewisse Einschulung, was er aber pragmatisch sieht: „Das gehört halt dazu.“

Den Gedanken, für einen Jobwechsel zu alt zu sein, lehnt er klar ab: „Ich bin flexibel. Ich hab in meinem Leben oft von vorn begonnen – sogar mal freiwillig meinen Top-Job hingeschmissen und als Lehrbub neu angefangen. Das hält jung und frisch.“ Und genau darin sieht er auch seinen Rat für andere Senior Experts: „Flexibilität. Man muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Das kostet Kraft – aber man bekommt auch viel zurück.“

Beim abschließenden Word-Wrap antwortet er spontan:

Arbeitssuche 45+: „Neubeginn“

Erfolg: „hart arbeiten“

Stabilität: „kommt von selbst“

Diversität: „ist erforderlich“

Vorurteile: „keine“

Team: „wichtig“

Zum Schluss richtet er noch dankbare Worte an Senior Quality, die mit dem Senior Experts Day den entscheidenden Impuls setzte: „Das hat mir den Job gebracht. Dort trifft man Gleichgesinnte – und merkt: Man ist nicht allein. Das gibt Kraft - und ihr habt das organisiert – das finde ich toll.“

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